Weitere Teile vom Ganzen

Zum Abschied

(1) Es ist alles gedacht, gesagt, getan, und es ist alles geschrieben worden. Also kann sich die Menschheit zu den Affen begeben, die, des dauernden Tastaturtippens überdrüssig geworden, berauscht von gegorenen Früchten unterm Weltenbaum ruhen, während der ewige Bob Dylan mit „I ain`t gonna work on Maggies Farm no more“ sich selbst zitiert, dabei den Nobelpreis für Literatur, Frieden und gelebter Depressivität an seinen Namensvetter Kellerassel Geldof übergebend, der, etwas abseits im Wildlife Resort, immer noch seine Faust gen Himmel reckt, um als Sisyphos-Denkmal den Hunger und das Leid in der Welt anzuklagen.

-auf Youtube gelöscht worden:(2) Denke Gutes. Sage Gutes. Tue Gutes. Spende an Brot für die Welt, betätige Dich ehrenamtlich und gehe wählen, glaube nicht alles, was in den Zeitungen steht, mache Diät und folge den Verheißungen der Werbung, schimpfe über die Ausländer und die Regierung, Preiserhöhungen und Coronaimpfungen, gebe den anderen die Schuld, löse Kreuzworträtsel, gieße Blumen, geh spazieren, bring Dich um. Denn sterben müssen alle mal, besser früher, denn schon bald wird Künstliche Intelligenz nicht mehr Ratschläge wie „backe Deine Pizza mit Klebstoff“ erteilen, sondern den Planeten Erde von den Parasiten befreien, die sie seit Jahrtausenden attackieren.

(3) Und, was hast Du so gemacht? Rumgelabert? Schick in den Urlaub gefahren? Beknackte Filme geguckt? Oder gehörst Du zu Denen, die Kredite aufnehmen, sich über Entscheidungen von Politikern auf Golfplätzen getroffen aufregen, günstige Sachen bei Temu bestellen, auf Demos gehen, Petitionen unterschreiben, von Bonzenautos den Lack zerkratzen, weiterhin auf den Erlöser hoffen, und verklärt auf Youtube den Vorträgen von Wissenschaftlern lauschen, die mittels der Quantenphysik Gottes unermesslichen Plan erklären wollen, und sich dabei vielleicht selbst ein bisschen wie Schöpfer vorkommen, jedoch nichts weiter sind als Zauberlehrlinge, die der Entropie ihrer Informationen erlegen sind.

Aufzeichnung vom 22.08.25

Es ist dunkel. Absolute Finsternis umgibt mich. Ich lausche. Nach irgendeinem Geräusch. Ob da noch etwas anderes ist. Ich erhebe mich, komme in den Nebenraum, wo es ebenfalls schwarz ist. Wieder zurück im ersten Raum ertaste ich ein Bett und lege mich nieder. In der zweiten Sequenz schaue ich auf einen Kasten mit Sicherungen. Vor dem Kasten stehen Kartons mit unterschiedlichen Gegenständen, so dass ich nicht zu den Sicherungen gelangen kann, die ich betätigen will, um das Licht in dem Raum von der vorhergehenden Sequenz einzuschalten. (Der Raum hier ist Teil eines Stallgebäudes, so denke ich es mir; er ist in fahlgraues Licht getaucht.)

In der nächsten Sequenz unterhalte ich mich mit einem aufgeschlossenen Mann, der Lehrer ist und ein neuer Kollege, dort, wo ich unterrichte. Wir sind gemeinsam beim essen, eine Frau ist dabei, die ich als Lehrerin meiner damaligen Schule interpretiere. Jemand rät, sich impfen zu lassen, bevor dafür keine Zeit mehr ist.

Bundeskanzler Merz kündigt an, das Wohngeld für Grundsicherungsempfänger kürzen zu wollen. In Völklingen ist ein Polizist bei einer Schießerei nach einem Raubüberfall ums Leben gekommen. Auf Youtube behauptet eine Streamerin, ohne Impfungen gäbe es Polio schon längst nicht mehr. Die Israelische Regierung will die Militäreinsätze im palästinensischen Gazastreifen ausweiten, um diesen zu kontrollieren.

Mir gefällt es in der Realität nicht. Ich freue mich jedes mal darauf, wieder in meine Traumwelt zurückkehren zu können, gerne mal für länger – und mich beim Aufwachen dann auch daran erinnern zu können.

Ein weiterer Teil vom Ganzen (21.09.25)

Ich sitze am Tisch in dem Zimmer meiner Unterkunft in Marokko. Der Ort heißt Sidi Moussa d’Aglou, zu dem ich am Nachmittag mit einem Taxi von der Oasenstadt Tafrout aufgebrochen bin. Es ist September 1993. Aufgrund der Befürchtung, dass der im letzten Jahr ausgebrochene Bosnienkrieg auch Deutschland betreffen könne, habe ich mich dazu entschlossen, ein Flugzeug zu besteigen und in dieses Land zu reisen. Ich habe meinen Jahresurlaub genommen bei der Behinderten-einrichtung, in der ich fest angestellt tätig bin. Die vier Wochen geben mir Zeit, die Geschehnisse zu verfolgen, und entsprechend den Entwicklungen meine weitere Vorgehensweise zu entscheiden. Über die aktuelle Lage informiere ich mich mittels eines batteriebetriebenen Kofferradios, auf dem ich die Deutsche Welle höre. Das Radio habe ich nebst Schreibzeug aus meiner Wohnung mitgenommen. Der Schreibblock liegt nun vor mir auf dem Tisch, beleuchtet von einer Gaslampe. Vor gut einer Stunde ist der Strom ausgefallen, kurz nachdem ich die von Sharif, dem Betreiber des Motels zubereitete Tajine gegessen und dazu einen Orangensaft getrunken habe.

Ich schreibe, dass ich den Entschluss fasste, eine andere Identität anzunehmen, als mich das Gefühl befiel, unter Beobachtung zu stehen. Vor geraumer Zeit erhielt ich Anrufe, in denen Männer forderten, dass ich das Veröffentlichen meiner Schriften sofort einstellen sollte. Kurz darauf lauerte mir eine Gruppe Hooligans im Stadtpark auf und richtete mich übel zu. Ich beschaffte mir eine Waffe und zog in eine andere Stadt. Nach einem nächtlichen Kneipenbesuch folgten mir zwei Typen. Ich bog in eine Seitengasse ein, die jedoch an einer Mauer endete. Als die Typen vor mir auftauchten, verstellte ich mich, und sie ließen mich meiner Wege ziehen. Ich zog fort, fand eine günstige Wohnung, schrieb und veröffentlichte weiter, fortan unter Pseudonym.

Es hat eine Weile gedauert, bis sie mir auf die Schliche gekommen sind. Sie haben jetzt ihre Taktik geändert. Sie isolieren mich. So wie sie einen Großteil der Menschheit isolieren. Dies gelingt ihnen hauptsächlich durch die Infiltration von Fernsehen, Internet und Telefon. Die Menschen lassen es mit sich geschehen, weil sie bereits größtenteils beeinflussbar geworden sind durch die Einnahme der Medikamente von der Pharmaindustrie. Sie glauben an diese Medizin, weil sie keine andere kennen. Ich sehe, dass das Ende der sich als zivilisiert bezeichnenden Welt unmittelbar bevorsteht. Die Zukunft des Planeten Erde jedoch ist grün. Ein Großteil der Menschheit hat sich dagegen entschieden, sie zu erleben. Robert Redford, der wenige Tage bevor ich dies hier schreibe verstorben ist, hat Folgendes gesagt, 1988: „Eines Tages wird es nur noch den Profit geben; keine Natur und keine Kultur mehr. Und dann wird es zu spät sein, das Rad zurückzudrehen und zu sagen, man hätte von nichts gewusst.“

Diese Zeit ist jetzt da.

Aufzeichnung vom 10.04.2026

Ich gehe auf dem Fußweg einer reichlich befahrenen Straße entlang. Es ist die Hauptstraße des Ortes, in dem ich wohne. Auf einem Wegweisungsschild ist ‚Mexico‘ zu lesen. Dort will ich hin. Ich verlasse den Fußweg und klettere einen steinigen Hang hinab zu einem Wasser. Es ist nicht klar erkennbar, ob es sich um einen See oder das Meer handelt. An dem Ufer liegen Menschen in einer Reihe, vollständig von Sand bedeckt. Eine alte Frau lacht mich an. Sie liegt dort mit ihrem Mann. Dies ist ein geheimer Ort. Die Menschen kommen zum sterben hierher. Oben fahren Autos und Lastwagen.

Aufzeichnung vom 24.04. 2026

Ein Freund ist bei mir zu Besuch. Er geht auf das angrenzende Grundstück, strolcht dort herum. Menschen, die ich als Nachbarn erkenne, tauchen auf. Ich will den Freund zurückrufen, sage, dass ich das nicht möchte, dass er dort nichts zu suchen hat. Immer mehr Menschen sind jetzt da, kommen zu mir, äußern sich positiv über meine Wohnung und die Lage. Ich möchte von ihnen wissen woher sie kommen, und gleich darauf sitze ich vor dem Bildschirm eines Computers, auf dem eine Videobotschaft von einem kürzlich im wirklichen Leben verstorbenen Freund erscheint. Darin ist der Freund zu sehen, wie er mit einer Art Ballon fliegt, dabei glücklich und losgelöst mitteilt, dass er es endlich geschafft habe…

Vom Theoretischen zum Relativen. (Juni 2026)

Es besteht ein Unterschied zu behaupten, die Menschheit befände sich in einer Simulation, oder anzunehmen, die Menschen seien Bestandteil der Simulation – ich denke, es ist so, als wenn ich in einem Traum bin – Empfindungen wie Hunger oder Kälte existieren darin nicht wirklich – auch wenn ich im Traum rede, stelle ich mir dies nur vor – oder Alles ist nur eine Illusion – der Professor bewegt verneinend seinen Kopf – dabei handelt sich um Sinnestäuschungen, bei denen reale Begebenheiten falsch interpretiert werden – Beispiel – die Zahl 23, kennen Sie – oder die Auferstehung von Jesus Christus, schlussfolgert einer der Studierenden – komm her, ich kann den Zaubertrick – eine Frau sitzt mit zwei Männern um einen grob gezimmerten Tisch herum – vor ihnen stehen Krüge, aus denen sie zügig trinken – die Musik kommt von einer Band, die sich auf der kleinen Bühne des Schankraumes aufgebaut hat – Du warst die, der wir am meisten zugetraut haben – die Frau schüttelt heftig ihr kurzrasiertes Haupt – bei Dir war die größte Energieansammlung zu spüren – Du konntest Dich zwischen den Zeitebenen bewegen, ohne dafür den Tank benutzen zu müssen – und was hat das alles gebracht? – Wut und Enttäuschung sind in dem Gesicht der Frau zu lesen – dass wir hier sitzen dürfen und gute Musik hören können, lässt der zweite der Männer sich hören, von einem Ohr zum anderen grienend seinen Krug zum Munde führend – ce sont les Reves en Plastique – gab es mal die Überlegung, die Geschichte zu verfilmen? – die Frau verneint – ein junger, freundlicher Typ sitzt ihr gegenüber – der hat sie dazu eingeladen, mit ihm sprechen zu wollen – über ihre Vergangenheit (nur wenn sie das auch möchte) – bevor ich mich zu dem Familienleben entschied, habe ich Attentate vorbereitet und Banken ausgeraubt – Rocket Raccoon möchte wissen, ob Sie ihre besonderen Kräfte bereits als Kind hatten – wieder bewegt die Frau ihren Kopf hin und her – im Grunde sind es gar keinen besonderen Kräfte – jeder Mensch hat sie; er muss nur lernen sie zu aktivieren – wie haben Sie die anderen kennen gelernt, will ein weiterer Zuschauer wissen – durch Träume – in unseren Träumen sind wir uns begegnet, und haben gemeinsam eine Traumwelt erschaffen – wie war das Verhältnis zu Ihrer Mutter – meine Mutter ist so eine Art Magierin gewesen – heute würde man sie als Wicca bezeichnen – sie stand unter dem Einfluss der theosophischen Lehren – Theosophie, hakt der Moderator nach, steht das nicht im Zusammenhang mit dieser Helena Blawatzki? – kannst Du auch was von David Bowie spielen? – Jugendliche an einem Strand – Mondlicht schimmert in dem Wasser des Sees – wo sie jetzt wohl sind – haben sie nichts angedeutet? – drei von ihnen haben sich in einen nahe gelegenen Bunker zurückgezogen, um gemeinsam zu träumen – den Legenden nach soll die Zauberin Susha hier ihre Tochter zur Welt gebracht haben – sie hatte die Gestalt eines Delfins angenommen – wer als erstes einen Satelliten erblickt, darf etwas wollen – aber es nicht laut aussprechen – I saw two shooting stars last night – I wished on them but they were only satellites – Is it wrong to wish on space hardware – I wish, I wish, I wish you’d care – (Stephen William Bragg)

Aufzeichnung vom 13. August 2026

In einem lagerhallenartigen Raums stehen an den Wänden Schränke und Regale, die angefüllt sind mit Werkzeugen, Eisenschrott, Fahrzeugreifen. Es soll der Hof von Johann sein, bei dem ich einige Jahre in einem Schaustellerwagen gelebt habe. Ein Freund ist bei mir: Faktor 4. Ich lasse meinen Blick schweifen, in der sicheren Annahme, dass Johann – der in der Jetztzeit dort nicht mehr wohnt – in der Halle irgendwo Bargeld versteckt haben muss. Mein Blick fällt auf einen Schrank. Ich öffne die Türen. In den Fächern befinden sich zahlreiche Briefumschläge, gefüllt mit Banknoten, überwiegend 10- und 20-Euroscheine. Ich stopfe einige davon in einen mitgeführten Rucksack und wende mich zum gehen, als eine Gruppe von Menschen die Halle betritt, angeführt von Johann. Ich verstecke mich hinter einem Reifenstapel, lege mich flach auf den Boden. Die Menschengruppe geht an mir vorbei, Johanns und mein Blick treffen sich, doch es erfolgt keine Reaktion seinerseits. Als die Gruppe nicht mehr zu sehen ist, fahren Faktor 4 und ich mit Fahrrädern davon. Wir müssen an Rindern vorbei und durch Gatter; ich tadele Faktor 4 für den Weg, den er zu unserer Flucht ausgesucht hat. Dann bin ich wieder in einem stallähnlichen Gebäude, wo mir ein Versicherungsvertrag vorgelegt wird, den ich unterschreiben soll, nachdem ich weitere Klauseln hinzugefügt habe. Eine Frau rät mir von diesem Vertrag ab; ich sollte besser bei ihrer Gesellschaft unterschreiben, das sei sicherer. Ich befolge ihren Rat, setze meine Unterschrift auf das Papier, will den anderen Vertrag zerreißen, finde ihn jedoch nicht, und wache auf.

Antwort in einem YT-Dialog, geführt mit einer Nutzerin bei einem Beitrag vom EWTN – katholisches Fernsehen weltweit: Kann ich als Katholik an die Evolutionstheorie glauben? Ende August 2026:

Im Laufe der Zeit habe ich eine Reihe von Büchern gelesen, und habe Gespräche mit unterschiedlichen Leuten geführt. Theologieprofessoren, ein Student vergleichender Religionswissenschaften, ja auch die Zeugen Jehova waren darunter. Und alle hatten eine Aussage gemeinsam: Gott ist ein menschenähnliches Wesen, welches über Kräfte verfügt, die es ihm ermöglichen, Leben zu erschaffen. Die Annahme, dass Gott menschliches Aussehen habe, rührt, so nehme ich es an, aus dem ersten Buch Mose, Kapitel 1, Absatz 26: ‚Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, dass uns gleich sei‘. Hieße das also im Umkehrschluss, dass die Menschen gottähnlich sind? Und es steht da noch zu lesen, dass Gott nicht alleine war. Er hat gesprochen zu anderen Wesenheiten. Um was für Wesenheiten es sich gehandelt hat, darüber können lediglich Vermutungen geäußert werden. Ich mag sie Engel nennen. Wesenheiten, bestehend aus reiner Energie, Lebenskraft. Auch Gott ist Energie, die Wichtigste und Stärkste von allen. Durch sie können die Energien der Engel gebündelt werden, um Leben zu erschaffen. Wissenschaftler, Physiker und Mathematiker vor allem, stellen schon seit Jahrzehnten Überlegungen hinsichtlich dieser Vorgänge an, hoffen und glauben, durch Berechnungen und Computersimulationen eine Antwort zu finden. Doch ich sage: Formeln und Programme werden keine Antwort geben! ‚Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.‘ (Spricht Jesus zu einer Frau an Jakobs Brunnen) Und Meister Eckhart sagt ‚Gott fließt in allen Kreaturen aus, darum ist alles Geschaffene Gott‘. Ja, daran glaube ich! An die all-umfassende Lebenskraft. Von ihr ist in vielen alten Schriften die Rede. Akasha wird sie genannt, Prana, Shi, die alten Griechen sprachen vom Äther, der ‚oberen Luft, wo die Götter wohnen‘. Aus ihr ist Leben entstanden, denn sie ist das Leben selbst. Vor dieser Zeit, und auch in Ewigkeit. Amen.

Der Beitrag mit allen Kommentaren ist hier zu sehen:

Und damit verabschiede ich mich. Au revoir. Good bye. Lebt wohl. Freitag, der 04.09.2026

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